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Winterblues adé: Warum Vitamin D Ihr bester Freund in der kalten Jahreszeit ist

  • Autorenbild: Länger Leichter Leben
    Länger Leichter Leben
  • 14. Nov.
  • 3 Min. Lesezeit

Allgegenwärtig und gesellschaftlich akzeptiert


Wenn die Tage kürzer werden, die Sonne sich rarmacht und das Licht grauer wird, spüren viele Menschen nicht nur die Kälte, sondern auch eine bleierne Müdigkeit. Stimmungstiefs, Antriebslosigkeit und Gereiztheit sind keine Einbildung – sie haben häufig einen biologischen Hintergrund. Einer der Hauptverdächtigen: Vitamin-D-Mangel.


Dr. Markus Franz, Arzt und Gesundheitscoach, erklärt, warum das sogenannte Sonnenvitamin weit mehr ist als nur ein „Vitamin“ – und wie Sie mit einfachen Maßnahmen Ihr Wohlbefinden und Ihre Stimmung im Winter deutlich verbessern können.


Vitamin D – eigentlich ein Hormon und kein Vitamin


Kaum bekannt, aber wahr: Vitamin D ist kein echtes Vitamin, sondern ein Prohormon, das Ihr Körper größtenteils durch Sonnenlicht selbst herstellt. Ausgangsstoff dafür ist Cholesterin – ein Molekül, das oft zu Unrecht verteufelt wird.


Denn Cholesterin ist lebenswichtig: Es steckt in jeder Zellmembran, ist Basis vieler Hormone und eben auch der Rohstoff für Vitamin D. Erst wenn der Cholesterinspiegel unter bestimmten Risikofaktoren zu hoch wird, kann er problematisch sein.


So entsteht Vitamin D – und warum das im Winter zum Problem wird


Sonnenlicht, genauer gesagt die UVB-Strahlung, verwandelt in der Haut Cholesterin in Vitamin D3. Dieses wird in der Leber und im Fettgewebe gespeichert – als Vorrat für sonnenarme Tage.


Doch im Winter, wenn die Sonne flach am Himmel steht, reicht die Strahlung oft nicht aus, um genug Vitamin D zu bilden. Der Spiegel sinkt, und das kann Folgen haben: Schätzungen zufolge haben bis zu 50 % der Europäer in der kalten Jahreszeit einen messbaren Mangel.


Diese Lebensmittel liefern Ihnen Vitamin D


Auch über die Ernährung können Sie Ihren Körper unterstützen – allerdings nur begrenzt. Zu den besten Vitamin-D-Quellen zählen:


  • 🐟 Fettreiche Fische wie Lachs und Makrele

  • 🥚 Eier

  • 🥛 Milch und angereicherte Säfte

  • 💊 Vitamin-D-Präparate als gezielte Ergänzung


Wenn Sie wenig Sonne tanken, sollten Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel regelmäßig beim Hausarzt kontrollieren lassen. Ein einfacher Bluttest reicht, um Klarheit zu schaffen.


Warum Vitamin D für fast alles im Körper wichtig ist


Vitamin D ist an einer Vielzahl zentraler Körperprozesse beteiligt. Es reguliert:


  • Kalzium- und Phosphathaushalt → für starke Knochen und Zähne

  • Aufnahme von Kalzium im Darm und reduziert Verluste über die Nieren

  • Immunsystem → stärkt Abwehrzellen, wirkt entzündungshemmend

  • Genaktivität → beeinflusst über 200 Gene

  • Muskelfunktion und Nervensignale


Ein chronischer Mangel kann gravierende Folgen haben: Er erhöht das Risiko für Osteoporose, Übergewicht, Insulinresistenz, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.


Vom Sonnenmangel zur Stimmungstiefe – der Winterblues


Weniger Sonne bedeutet weniger Vitamin D – und das wiederum kann die Produktion von Serotonin, dem „Glückshormon“, beeinträchtigen. Niedrige Serotoninspiegel führen häufig zu Müdigkeit, Reizbarkeit und gedrückter Stimmung.


Kein Wunder also, dass bis zu 10 % der Bevölkerung an einer sogenannten saisonal abhängigen Depression (SAD) leiden – im Volksmund bekannt als Winterblues.


Mehr als nur Vitamin D: Das komplexe Zusammenspiel von Körper und Psyche


Natürlich entsteht eine Depression nie durch nur einen Faktor. Hormonhaushalt, Immunsystem, Gehirnaktivität und Darmflora (das Mikrobiom) spielen zusammen. Dennoch zeigt sich: Ein stabiler Vitamin-D-Spiegel kann das Risiko für depressive Verstimmungen senken – und hilft, das seelische Gleichgewicht zu wahren.


So schützen Sie sich effektiv vor dem Winterblues


  1. Täglich ans Tageslicht – auch bei Wolken!

    Selbst an grauen Tagen gelangt genug UV-Licht auf die Haut, um Vitamin D zu bilden. Schon 20–30 Minuten im Freien können helfen – am besten am Vormittag, wenn die Sonne am stärksten ist.


  2. Ernährung bewusst gestalten

    Setzen Sie auf fettige Fische, Eier und Milchprodukte. Diese unterstützen den Körper zusätzlich.


  3. Vitamin-D-Präparate gezielt einsetzen

    Bei diagnostiziertem Mangel kann eine Substitution mit Vitaminpräparaten sinnvoll sein. Die handelsüblichen Produkte sind reguliert – eine Überdosierung ist kaum möglich.


  4. Bewegung & Schlaf

    Regelmäßige körperliche Aktivität im Freien und ausreichend Schlaf sind natürliche Stimmungsbooster. Sie stärken sowohl das Immunsystem als auch die mentale Resilienz.


Fazit: Sonne tanken für Körper und Seele


Vitamin D ist weit mehr als nur ein Nährstoff – es ist ein Multitalent für Gesundheit, Stimmung und Energie. Gerade im Winter lohnt sich ein bewusster Blick auf den eigenen Vitamin-D-Spiegel. Denn: Ein stabiler Spiegel schützt nicht nur vor Knochenschwäche und Infekten, sondern kann auch den Winterblues mildern.


👉 Also: Gehen Sie an die frische Luft, genießen Sie jede Sonnenminute, ernähren Sie sich ausgewogen – und nehmen Sie das Leben ein bisschen leichter!




 
 
 

1 Kommentar


Heinrich Schimpf
Heinrich Schimpf
14. Nov.

Danke für den Blog! Ich würde gerne fragen wie du es dosierst bzw welche Dosierung du vorschlägst. Es gibt ja preiswerte 20.000 Einheiten Tabletten. Ich selber nehme im Winter zwei davon pro Woche im Sommer eine, wobei ich eine Person bin die viel draußen ist. Der Messwert bei der letzten Messung war knapp über 30 also eher niedrig normal.

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